Stadtwerke Herne AG




Verträge

Stromnetz

Netzzugang und Entgelte werden seit dem 13.07.2005 vom Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den hierzu erlassenen Rechtsverordnungen geregelt. Die Stadtwerke Herne AG stellen jedem Kunden den Netzzugang diskriminierungsfrei zu den nachfolgend veröffentlichten Bedingungen zur Verfügung.

Die Umsetzung des freien Netzzuganges erfordert neben den Netznutzungsentgelten den Abschluss folgender Verträge zwischen Anschlussnehmer und den Stadtwerken Herne AG.

Netzanschlussvertrag
Der Netzanschlussvertrag regelt die technische Anbindung der elektrischen Anlagen der Anschlussnehmer an das Verteilnetz der Stadtwerke Herne AG. Darüber hinaus sind die NAV und NDAV sowie die Technischen Richtlinien für den Bau und Betrieb von Übergabestationen zur Versorgung aus dem Mittelspannungsnetz (VDN, in der jeweils gültigen Fassung) nebst Ergänzung und Änderungen bzw. die Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Niederspannungsnetz zu beachten. Vertragspartner sind die Eigentümer des Anschlusses bzw. sein Bevollmächtigter und die Stadtwerke Herne AG.

Mit dem Abschluss des Netzanschlussvertrages erwirbt jeder Kunde das Recht, das Verteilnetz der Stadtwerke Herne AG bis zur vereinbarten Netzanschlusskapazität zu nutzen.

Anschlussnutzungsvertrag
Dieser Vertrag wird zwischen dem Verteilungsnetzbetreiber (den Stadtwerken Herne AG) und allen Netzkunden geschlossen, die nicht selber Netznutzer sind, sondern mit ihrem Stromlieferanten eine all-inclusive-Vereinbarung getroffen haben. Er regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen Netzbetreiber und Kunde anlässlich der Nutzung des Anschlusses durch den Strombezug an der jeweiligen Entnahmestelle.

Lieferantenvertrag-Rahmenvertrag
Der Rahmenvertrag regelt alle organisatorischen Fragen der Netznutzung. Dieser wird mit jedem Lieferanten geschlossen.

Um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten, tritt im Falle des Ausfalles eines Drittlieferanten die Ersatzbelieferungen der Stadtwerke Herne AG ein. Diese Belieferung erfolgt für maximal drei Monate. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte der Kunde einen neuen Lieferanten gefunden haben. Andernfalls kann die Versorgung im Rahmen eines Neuvertrages aufrechterhalten werden.

Niederspannungs-Kunden können sich für das analytische Lastprofilverfahren oder für die genaue Abrechnung mittels Lastgangzähler entscheiden.

Für Kunden mit Jahreshöchstleistungen >30 kW oder einem Jahresverbrauch > 100.000 kWh/a sind fernausgelesene Lastgangzähler erforderlich. Die auftretenden Abweichungen zwischen der im analytischen Lastprofil berücksichtigten und der tatsächlich verbrauchten Energie von Kunden ohne registrierender Viertelstunden-Leistungsmessung wird jährlich bilanziert und mit den Preisen der Mehr- und Mindermengen verrechnet.

Bei Netzkunden mit Lastgangzähler sind zur Bestimmung des Netznutzungsentgeltes die Jahresarbeit in kWh, die Jahreshöchstleistung in kW (sofern bekannt), die Spannungsebene, die Lage im Netz der Kundenentnahmestelle für Netznutzer mit Leistungsmessung und die Reservenetzkapazität erforderlich.