Energienews
16.05.2012
DIW Berlin: Kein Grund zur Eile beim Netzausbau
Berlin (energate) - Für das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW Berlin) besteht kein Grund zur Eile beim Netzausbau. Der Ausbau der Stromübertragungsnetze schreite langsam, aber sicher voran, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Berliner Instituts. "Es ist genug Zeit, den weiteren Netzausbau gründlich zu planen", so Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor am DIW Berlin. Dies werde auf europäischer und deutscher Ebene mit entsprechenden Netzentwicklungsplänen derzeit auch getan.
Für ihre Studie haben sich die Forscher am DIW Berlin die Ausbauprojekte aus den beiden Netzstudien der Deutschen Energieagentur (Dena) angesehen, die Bestandteil des Energieleitungsausbaugesetzes (Enlag) geworden sind. Zudem wurden die Projekte aus den europäischen Zehnjahresplänen betrachtet. Über alle Projekte betrachtet sei der Planungsstand gut. "Bei den 24 großen Leitungsmodernisierungen oder -neubauprojekten sind wir im Zeitplan zwar etwas hinterher, aber es gibt keine gravierenden Verschiebungen" so Hirschhausen. Für die wichtige Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin sei die Baugenehmigung jetzt erteilt (energate berichtete). Bei den vier Pilotprojekten für eine teilweise Erdverkabelung gebe es nur bei der Verbindung zwischen Thüringen und Bayern Verzögerungen, die anderen Projekte lägen im Plan.
Größere Auswirkungen aus dem Atommoratorium und der Abschaltung der Kernkraftwerke sieht das DIW Berlin nicht. Zwar hätten die Netzengpässe zugenommen, diese seien von den Übertragungsnetzbetreibern durch eine sorgfältige Planung und den vermehrten Einsatz von Redispatch-Maßnahmen aber bislang bewältigt worden. Auch in der Zukunft drohten keine Ausfälle, da die Probleme mit dem bestehenden Instrumentarium bewältigt werden könnten. Das Stromnetz habe sich im vergangenen Winter mehrfach als stabil erwiesen, so das Institut. Panik aufgrund einer vermuteten Netzlücke sei daher unangebracht.
Über die Bestandsaufnahme hinaus hat das DIW Berlin auch drei Szenarien zum weiteren Ausbau anhand von Lastflusssimulationen untersucht. Im Referenzszenario mit der Umsetzung der Dena- und Enlag-Projekte liegen die Erzeugungsschwerpunkte im Norden, der Verbrauch vor allem im Süden. Die Nord-Süd-Leitungen übernehmen dabei den größten Teil des Transports. Allerdings müssten immer noch sieben Prozent des Stroms aus dem Ausland importiert werden. In einem zweiten Szenario, mit zusätzlichen Erzeugungskapazitäten im Süden Deutschlands, würden sowohl der Netzausbau- als auch der Importbedarf reduziert, auf nur noch 0,7 Prozent des Strombedarfs. Der Bau von Gleichstromverbindungen, wie er im Zusammenhang mit dem sogenannten Overlay-Netz diskutiert wird, bringe für die Strombilanz eine leichte Verbesserung auf 5,6 Prozent Stromimporte. Allerdings könnte hierbei auch zusätzlicher Netzausbaubedarf entstehen, da lokale Zuleitungsstrecken für dieses Netz benötigt würden. /tc
Energienews
15.05.2012
Brüssel (energate) - Im Jahr 2011 gingen die CO2-Emissionen in der EU um zwei Prozent zurück. Dies habe die Auswertung der Register der Mitgliedsstaaten ergeben, teilte die EU-Kommission mit.
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Berlin (energate) - Die Einspeisung aus Wind- und Solarenergie hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. Nach aktuellen Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben Wind- und Solarenergie in den ersten vier Monaten dieses Jahres deutlich mehr Strom erzeugt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
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