Energietipps
Warmes Wasser

Jede Person im Haushalt verbraucht durchschnittlich 30-50 Liter warmes Wasser am Tag. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf Baden und Duschen. Ein weiteres Viertel wird in der Küche und zur Reinigung eingesetzt, das restliche Wasser wird im Waschbecken benötigt.
Welche Energiequelle ist sinnvoller, um Warmwasser aufzubereiten – Strom oder Gas?
Eindeutig Gas. Ähnlich wie ein Elektro-Herd eine gewisse Zeit braucht, bis er Wärme abgibt, braucht ein mit Strom betriebener Durchlauferhitzer eine Weile, bis er das Wasser erwärmt. Gas kann seine Energie dagegen sofort, sozusagen von null auf hundert, entfalten und ist obendrein noch kostengünstiger als Strom.
Kostet ein Wannenbad mehr als eine Dusche?
Ganz klar ja. Lieber warm duschen als heiß baden. Duschen statt baden spart nicht nur Energie, sondern auch bis zu 70 Prozent Wasser ein. Die Energiekosten für ein Vollbad sind rund doppelt so hoch wie für das Duschen. Eine vierköpfige Familie, die nur noch duscht statt zu baden, kann bis zu 300 Euro pro Jahr sparen.
Wie kann ich beim Duschen Wasser sparen?
Es gibt Duschköpfe, die den Wasserstrahl geschickt auffächern. Damit lässt sich die Wassermenge reduzieren, ohne dass man den Eindruck hat, es fließe weniger Wasser.
Wasser muss nicht immer fließen.
Beispielsweise beim Einseifen unter der Dusche oder beim Zähneputzen kann der Wasserhahn geschlossen werden.
Stellen Sie die Temperatur von Warmwasserspeichern nicht höher als erforderlich ein.
Denn die Wärmeverluste steigen mit dem Temperaturunterschied zur Umgebungsluft relativ an.
Es lohnt sich, Warmwasserspeicher bei längerer Abwesenheit und bei Urlaub abzuschalten!
Lohnt es sich bei längerer Abwesenheit die Warmwasser-Zirkulationspumpe abzuschalten?
Ja. Damit reduzieren Sie nicht nur die Wärmeverluste im Haus, sondern sparen auch den Strom, den die Pumpe während Ihrer Abwesenheit unnötig verbrauchen würde. Je nach Verbrauch können Sie so bis ca. 80 Euro im Jahr sparen. Noch effektiver ist eine Zeitschaltuhr: Sie lässt die Zirkulationspumpe nur bei Bedarf arbeiten und ermöglicht so eine Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent.
Selten genutzte Zapfstellen werden am energiesparendsten mit elektrischen Kleindurchlauferhitzern versorgt.
Das gilt zum Beispiel für die Gästetoilette.
Wieso sparen elektronische Warmwasserbereiter viel Wasser und bieten zugleich mehr Komfort?
Viele elektrische Durchlauferhitzer haben nur zwei Wärmestufen. Ein elektronischer Warmwasserbereiter bietet dagegen mehr Bedienkomfort: Man kann eine exakte Temperatur einstellen - und das Wasser strömt nach nur drei Sekunden in dieser Temperatur aus dem Hahn. Der Durchlauf ist geringer, weil das Einregeln der Temperatur und auch das Mischen von Warm- und Kaltwasser entfällt. Das spart Wasser und letztlich Kosten, obwohl der Anschaffungspreis für ein solches Gerät im Durchschnitt doppelt so hoch ist wie der eines herkömmlichen Durchlauferhitzers.
Einhebelmischer regulieren die Wassertemperatur schneller.
Das spart Wasser und Energie.
Ein Wasserhahn sollte nicht tropfen!
Bereits bei einem Tropfen pro Sekunde gehen in 24 Stunden 20 Liter Wasser, das sind zwei Eimer pro Tag, verloren. Verwenden Sie wenn möglich Keramikdichtungen für Ihre Armaturen. Diese sind verschleißfrei.
Wie senkt ein Durchflussbegrenzer den Wasserverbrauch?
Das Gerät mischt dem Wasser mehr Luft bei. Dadurch fließt beim Duschen weniger Wasser, obwohl sich der Strahl weiterhin füllig anfühlt. Besitzer von Durchlauferhitzern und drucklosen Wasserspeichern müssen auf dieses Verfahren allerdings verzichten.