Stadtwerke Herne AG




E-Mobilität

Elektrisch, praktisch, gut!

Opel Ampera unterwegs in der Herner Innenstadt
Auf leisen „Sohlen“: Der Opel Ampera unterwegs in der Herner Innenstadt.

Watt is!-Leser Dr. Alexander Sturm hat den Opel Ampera ein Wochenende lang getestet und fällt sein Urteil: Der Elektroflitzer ist schnell, wendig und schont die Umwelt.

Einsteigen, Tür schließen und Schlüsselloch suchen. Das ist wohl die typische Reaktion jedes Ampera-Neulings. So erging es auch Dr. Alexander Sturm bei seiner ersten Fahrt mit dem elektrisch angetriebenen Opel-Modell. Gleichzeitig ist es seine erste Fahrt überhaupt mit einem Elektroauto. Der Fahrerraum erinnert an ein Cockpit: Zahlreiche Knöpfe und ein großes Display mit Touchfunktion lassen den Wagen vor Hightech nur strotzen. Und genau dort wird auch das Fahrzeug gestartet – an dem blauen Power-Knopf. Mit einem Fingerdruck springt der Wagen an, ganz ohne Geräusche. „Ich glaube jetzt ist er an“, stellt Dr. Sturm erstaunt fest. Der Herner Anwalt für Familien- und Arbeitsrecht fährt privat einen Opel Insignia und ist mit der Armatur des Amperas auf Anhieb vertraut: „Vom Aufbau ist sie ähnlich wie im Insignia, nur mit Touchfunktion“, sagt er.

Verlängerte Reichweite

Auch auf Landstraßen macht der Ampera eine gute Figur.

Ein Wochenende lang war der 51-Jährige mit dem Ampera unterwegs und hat ihn auf seine Alltagstauglichkeit geprüft. Nach den ersten Kilometern war klar: „Er fährt sich schon mal ganz gut. Man merkt, dass da was hinter steckt“, so Dr. Sturm. Kein Wunder, denn der Elektro-Opel wird von 150 PS angetrieben. Beim Start ist der Akku nicht ganz vollgetankt und das Display zeigt noch 43 Kilometer elektrische Reichweite an. Das Besondere an dem Ampera ist der spezielle Reichweiten-Verlängerer: Ein Benzinmotor, der die Batterie bei Bedarf mit frischem Strom füttert. So schafft der Ampera sogar weite Strecken von über 500 Kilometern, ohne auf der Strecke zu bleiben. Während der Fahrt wird dem Fahrer angezeigt, wann der Akku vom Kraftstoff geladen wird – wie beispielsweise beim Bremsen.

Mit dem Stecker tanken

Dr. Sturm im Ampera und Display zeigt Verbrauch und Reichweite an.
Testfahrer Dr. Sturm ist vom elektrischen Fahrgefühl überzeugt. Das Display zeigt den Verbrauch und die elektrische Reichweite an.

Bei Ankunft zu Hause ist der Akku leer. Mit einem Verbindungskabel holt sich Dr. Sturm den Strom aus der Garage und lässt die Batterie laden. Nach acht Stunden Ladezeit ist der Akku wieder voll. „Das ist schon praktisch sein Auto zu Hause tanken zu können“, meint der Anwalt. Danach geht es weiter auf die Autobahn: Auch bei 150 km/h bleibt der Wagen gut in der Spur „und ist vom Fahrgefühl kaum von einem Benziner zu unterscheiden“, berichtet Dr. Sturm. Mit einer Beschleunigung von null auf 100 in neun Sekunden erreicht der Ampera eine Höchstgeschwindigkeit von 161 Stundenkilometern. „Der einzige Unterschied ist hier das lautere Abrollgeräusch der Reifen – aber auch nur weil man den Motor nicht hört“, so der Anwalt. Bei der Fahrt durch die Stadt ertönt lediglich das Summen der Klimaanlage und der Musik aus dem Radio.

So bleibt nach dem bewegenden Wochenende das Fazit des Testfahrers: „Der Ampera ist ein echter Hingucker und fährt sich sehr gut. Darüber hinaus ist er ein weiterer Schritt für die zukunftsweisende Mobilität“, lobt Dr. Sturm und fügt hinzu: „Leider sprengt er mit knapp 44000 Euro den finanziellen Rahmen für einen Mittelklassewagen. Soviel Sprit kann man gar nicht sparen.“ Bleibt nur zu hoffen, dass sich mit der rasanten Entwicklung der Technologie auch bald der Preis anpasst.