Stadtwerke Herne AG




Historie / Chronik

Ein Blick in die Geschichte

Die Geschichte der Stadtwerke Herne ist natürlich eng verbunden mit ihrer Stadt. Mit der Zeit, mit den Aufgaben und mit den Ansprüchen unserer Kunden ist unser Unternehmen gewachsen. Und auch in Zukunft werden wir uns weiterentwickeln. Machen Sie sich auf einer kleinen Zeitreise selbst ein Bild davon.

Kraftzentrale der Zeche Shamrock
Kraftzentrale der Zeche Shamrock im Jahr 1905

„Gesellschaft Gaswerk zu Herne“
Im Jahr 1902 schlossen die Stadt Herne und die Gemeinden Baukau und Horsthausen einen Vertrag über die Bildung einer „Gesellschaft Gaswerk zu Herne“. Dieser Vertrag stellt die Gründungsurkunde der Stadtwerke Herne dar. Gas war aber nur die eine Energiequelle. Langsam setzte sich der elektrische Strom durch. Da die zahlreichen Herner Bergarbeiterfamilien zur damaligen Zeit noch billige Deputatkohle bekamen, war der Stromabsatz zunächst noch gering. Für die breite Bevölkerung war Strom auch aufgrund des hohen Preises zunächst keine Energiequelle. Er kam in erster Linie für Geschäftsleute und Gewerbetreibende in Betracht.

1902Gründung der Stadtwerke Herne (Gesellschaft Gaswerke zu Herne) mit späterer Inbetriebnahme des neuen Gaswerks.
1905Ursprung der kommunalen Stromversorgung in Wanne-Eickel.
1906Stromversorgung in Alt-Herne.
1908Zusammenfassung des Gaswerks und des Elektrizitätswerks Westfalen AG Bochum zu einem Betrieb mit dem Namen Gas- und Elektrizitätswerk der Stadt Herne, später umbenannt in Stadtwerke Herne.
1913Umsiedlung der Verwaltung der Stadtwerke in das neue Rathaus, Lager und Werkstätten in gemieteten Räumen in der Vinckestraße.
1922Betriebsverlegung zum Grenzweg.
1975Kokereigasversorgung wird durch die Versorgung mit Erdgas abgelöst.
Gründung der Stadtwerke Herne AG: Ein großes Ereignis war als Folge der kommunalen Gebietsreform die Zusammenlegung der Stadtwerke Wanne-Eickel mit den Stadtwerken Herne am 1. Januar 1976. Die Stadtwerke Herne AG war damit gegründet. Hauptaufgaben sind nach wie vor die Versorgung Hernes mit Strom und Erdgas.
1976Zusammenschluss mit den Stadtwerken Wanne-Eickel AG und Gründung der Stadtwerke Herne AG.
1979Übernahme der Gasversorgung in Wanne-Eickel von der VEW AG.
1986Erstmaliges Angebot von Fernwärme über die Beteiligungsgesellschaft „FWH“ Fernwärmeversorgung Herne GmbH.
1989Einsatz eines elektronischen Netzleitsystems zur Überwachung der Strom- und Gasversorgungsnetze.
1990Eröffnung des neuen Beratungszentrums an der Wanner Straße 7, zuvor Hauptstraße 89.
Umstellung von 10 kV auf 110 kV Strombezugsspannung.
1993Aufbau der ersten Photovoltaikanlage auf dem Betriebsgelände am Grenzweg.
1995Erstes Blockheizkraftwerk (BHKW) im „Wananas“ in Betrieb. Erstes mit Erdgas betriebenes Auto in Dienst gestellt.
1996Auflegen eines Förderprogramms für erneuerbare Energien.
1997Betrieb der ersten zwei mit Grubengas betriebenen BHKW-Module auf Mont-Cenis.
Eröffnung des neuen Beratungszentrums an der Kirchhofstr. 5, zuvor Robert-Brauner-Platz.
Gründung der ewmr: 1998 erfolgte die Gründung der ewmr-Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet, eine Kooperation der Stadtwerke Herne mit den Stadtwerken Bochum und Witten. Der Energieeinkauf und –handel wurde der ewmr übertragen um auch für den härter gewordenen Wettbewerb auf dem Energiesektor gerüstet zu sein.
1998Gründung der ewmr (Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH) durch die Stadtwerke Herne, Bochum und Witten.
Energiepark Mont-Cenis: Schon früh setzten die Stadtwerke Herne auf den Umweltschutz und alternative Energien. Ein herausragendes Projekt ist der „Energiepark Mont-Cenis“. Er wurde realisiert unter maßgeblicher konzeptioneller und finanzieller Beteiligung der Stadtwerke. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche wurde eine Akademie errichtet, auf deren Dach die Stadtwerke die seinerzeit größte dachintegrierte Photovoltaikanlage der Welt installiert und 1999 in Betrieb genommen haben.
1999Eröffnung des Beratungszentrums Mont-Cenis.
Inbetriebnahme des dachintegrierten Solarkraftwerks auf der Fortbildungsakademie Mont-Cenis.
2000Fertigstellung der Gasentspannungsstation „Am Trimbuschhof“.
Erweiterung des Grubengas-BHKW auf Mont-Cenis um ein Modul
Die Zukunft auf dem Dach: Im Jahr 2001 haben die Stadtwerke auf dem Dach des neuen Archäologischen Landesmuseums eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommenen, die eine gelungene Verbindung von Altertum und Moderne darstellt.
2001Schließung des Beratungszentrums Mont-Cenis.
Erste Tiefenbohrung in ein Grubengebäude in Herne (Am Trimbuschhof) zur Förderung von Grubengas.
Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Archäologischen Museums.
Eröffnung des kombinierten Hallen- und Freibades „Südpool“ an der Bergstraße mit Energieversorgung durch ein BHKW.
Präsentation des neuen Internetauftritts.
2002Eröffnung der ersten Erdgastankstelle der ewmr an der Stadtgrenze Herne/Bochum.
100jähriges Firmenjubiläum der Stadtwerke Herne AG.
Stadtwerke gewinnen 2. Preis beim REN-Landeswettbewerb „Solarkraftwerk im Haus“ für die Solaranlage auf dem Dach des Archäologischen Museums.
Umstellung von zwei BHKWs auf den Betrieb mit Grubengas „Am Trimbuschhof“.
2003Stadtwerke geben ersten Optionsschein auf Kohlendioxid-Reduktion heraus.
Grubengasbohrung am Rande der Siedlung Teutoburgia.
Grubengasbohrung auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke am Grenzweg.
2004Beteiligung am internationalen Emissionshandel.
Installation einer Photovoltaikanlage an der Fassade des Bürogebäudes am Westring 301.
Errichten einer Photovoltaikanlage für die Künstlerzeche „Unser Fritz“ aus den Geldern des Stromtarifs rewirnatur .
Erfolgreiche Prüfung nach dem Technischen Sicherheits-Management im Bereich Strom und Gas als erster Energieversorger in NRW
Einweihung der Grubengasanlagen Teutoburgia und Grenzweg.
Bau des Kino- und Bürokomplexes am Berliner Platz.
Schließung des Beratungszentrums Kirchhofstraße 5 und Eröffnung des neuen KundenCenters Berliner Platz 9.
Teilnahme am Öko-Profit-Projekt
2005Erfolgreicher Abschluss der Grubengasbohrung Friedrich der Große.
Schließung des KundenCenters Wanne-Eickel.
Stadtwerke beschließen Beteiligung am Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks in Hamm
2006Beteiligung über die ewmr am Bau eines Gasspeichers in Epe bei Gronau
2007Installation einer Photovoltaikanlage auf der Mont-Cenis Gesamtschule aus den Geldern des Stromtarifs rewirnatur .
Verleihung des "Wasserzeichen" durch die Emschergenossenschaft für die Regenwasser-Versickerung auf dem Werksgelände am Grenzweg
Gründung der nmr (Netz Mittleres Ruhrgebiet)
20081. Januar: Neuer Vorstand der Stadtwerke Herne AG ist Dipl.-Kfm. Ulrich Koch. Er ist Nachfolger von Leo Mating, der das Unternehmen aus Altergründen verlässt. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Köln startete Ulrich Koch seine berufliche Laufbahn 1989 bei den Stadtwerken Düsseldorf. Dort war er in verschiedenen leitenden Positionen tätig: Seit 2002 war er Geschäftsführer der ENRW Energie Nordrhein-Westfalen GmbH, einem Versorger für Industrie und Stadtwerke. Er wurde 1963 in Düsseldorf geboren, ist verheiratet und hat drei Söhne.
Beteiligung über die ewmr am Steinkohlekraftwerk in Lünen
Die Stadtwerke Herne beteiligen sich am Bau eines Steinkohlekraftwerks ("Gemeinschaftskraftwerks Kohle - GEKKO") in Hamm. Gemeinsam mit 22 weiteren Stadtwerken und dem Projektpartner RWE Power AG.
2011Übernahme der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) durch den Energiedienstleister. Die Stadtwerke wandeln sich vom lokalen Energiedienstleister zum regionalen Infrastrukturanbieter.
2011Alt und Neu miteinander vereint: Beim Umbau wurde ein stark sanierungsbedürftiger Teil des Verwaltungsgebäudes am Grenzweg abgerissen. An diese Stelle ist ein Eingangsbereich mit transparenter Glasfassade gerückt. Die reduzierte Gestaltung verknüpft alte und neue Bauelemente zu einer Einheit.