Stadtwerke Herne AG




Grubengas

Die neue Energie im Revier

Nach den Zechenschließungen in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts blieben vom Bergbau nur große Brachflächen über Tage und stillgelegte Flöze in der Tiefe der Erde übrig. Dort entdeckt man jetzt einen neuen Bodenschatz: das Grubengas.

Bohrturm

Grubengasnutzung - sinnvoll und wichtig
Grubengas entsteht in den Kohleflözen des Reviers. Es enthält hauptsächlich Methan, Kohlendioxid (CO2) und Stickstoff. Bisher trat es meist ungenutzt aus dem Boden aus und war eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Denn das klimaschädigende Potenzial von Methan ist 21 mal höher als das von CO2. Gleichzeitig hat Methan einen hohen Brennwert.

Die Stadtwerke Herne sind Vorreiter bei der Nutzung von Grubengas. Im Energiepark Mont-Cenis betreiben sie schon seit 1997 Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Erzeugung von Strom und Wärme mit Grubengas.

Grubengas-Projekte der Stadtwerke:

Bergarbeitersiedlung Teutoburgia

  • Am Rande der ehemaligen Bergarbeitersiedlung Teutoburgia sind die Stadtwerke auf der Suche nach Grubengas bereits in einer Tiefe von 218 Metern fündig geworden. Zwei BHKW-Module versorgen dort seit 2004 die rund 510 Wohneinheiten der Siedlung über ein Nahwärmenetz mit umweltfreundlich produzierter Wärme. Außerdem erzeugen sie bei idealen Randbedingungen 16 Mio. kWh Strom. So können im Jahr bis zu 70.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.
  • Auf dem Gelände "Friedrich der Große" in der Nähe des Technologiezentrums wurde eine weitere Bohrung erfolgreich abgeschlossen. Die dort installierten drei BHKW-Module erzeugen seit Ende 2005 etwa 25 Mio. kWh Strom pro Jahr, was einer jährliche CO2-Reduzierung von Ca. 110.000 Tonnen entspricht.


Ein Großteil der CO2-Reduzierung aus dem Projekt Teutoburgia wird ab 2008 durch den Verkauf an den niederländischen Staat in den internationalen Emissionshandel eingebracht.