HOME >

E-Ladesäulen für die Flotte

Welche Lösung passt für wen?

 

26.02.2026

 

Reicht ein Normallader oder muss es ein Schnelllader sein? Die einen sind kostengünstiger, die anderen machen mehr Tempo. Und brauchen Lkw unbedingt Hochleistungssäulen? Wir sagen Ihnen, wann sich welche Ladelösung für Unternehmen lohnt.

 

Wer sich aktuelle Mobilitätsstatistiken ansieht, stellt fest: Immer mehr Fahrzeuge sind elektrisch unterwegs. Vor allem Unternehmen sind daran interessiert, ihre Flotte mit E-Antrieb auf der Straße rollen zu lassen. Zunehmend rücken dabei auch Nutzfahrzeuge in den Fokus. Und selbst schwere E-Lkw kommen in Fahrt. In China werden sie in diesem Jahr sogar schon die Mehrheit der neu zugelassenen Lkw bilden. Eine Entwicklung, die auch auf Deutschland übergreifen dürfte – zumal der Bund kürzlich die Mautbefreiung für E-Lkw bis 2031 verlängert hat.

 

Alltag bestimmt Ladesäulentyp

Rasch stellt sich da die Frage nach der passenden Ladelösung. Reicht eine normale AC-Ladesäule oder Wallbox aus, oder sollte es lieber ein DC-Schnelllader sein? Der ist zwar schneller und leistungsfähiger, aber technisch aufwändiger und teurer.

 

„Welche Ladeinfrastruktur sinnvoll ist, hängt immer von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab“, erklärt Christian Tollkamp, Elektromobilitäts-Experte der Stadtwerke Herne. „Fahrzeugtyp, Lade- und Standzeiten sowie die zurückgelegten Strecken spielen dabei eine entscheidende Rolle.“ Nicht immer ist eine Schnellladeinfrastruktur zwingend erforderlich – in vielen Fällen reicht eine Lösung aus, die auf die tatsächlichen Anforderungen des Fuhrparks zugeschnitten ist.

 

 

Christian Tollkamp: „AC-Ladelösungen sind in vielen Fällen ausreichend.“

Foto: Stadtwerke Herne

 

So reichen für Mitarbeiterfahrzeuge in der Regel AC-Ladesäulen oder Wallboxen aus. Hier können die Autos während der Arbeitszeit tagsüber aufladen. Bei Pkw für den Außendienst und selbst bei Nutzfahrzeugen reicht langsames Laden ebenfalls oft aus: Bleiben sie nachts im Depot, können sie per AC-Laden mit elf bis 22 Kilowatt (kW) ihre Akkus über Nacht vollständig füllen. Ohne Zeitdruck und zu überschaubaren Kosten.

 

Anders sieht es aus, wenn Fahrzeuge tagsüber mehrfach im Einsatz sind oder zwischen zwei Touren nur kurze Standzeiten haben. „Dann kann es sinnvoll sein, einen DC-Lader dazuzunehmen, um schnell genug Energie bereitzustellen“, sagt Tollkamp.

 

Gute Planung spart Kosten

Vor der Installation von Ladeinfrastruktur sollten Sie deshalb einige Fragen klären:

  • Welche Fahrzeugtypen sollen aufgeladen werden?
  • Wie oft sind die Fahrzeuge unterwegs und welche Strecken legen sie zurück?
  • Sollen in den nächsten Jahren weitere E-Fahrzeuge hinzukommen?

 

„Ist das alles bedacht, lässt sich Ladeinfrastruktur wirtschaftlich und zukunftsfähig planen“, so Tollkamp.

 

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen empfiehlt der Fachmann, die Ladeinfrastruktur genau am tatsächlichen Bedarf auszurichten: „AC-Ladelösungen sind in vielen Fällen ausreichend, während DC-Ladestationen gezielt dort eingesetzt werden sollten, wo sie wirklich benötigt werden.“ So lassen sich die Kosten optimal steuern. Zudem sollen Fördermittel des Landes NRW in diesem Jahr wieder zur Verfügung stehen und die Investitionen in Ladeinfrastruktur zusätzlich unterstützen.

 

Wenn auch Sie auf Elektromobilität setzen möchten, unterstützt Christian Tollkamp Sie gerne. Gemeinsam mit Ihnen analysiert er Ihren Bedarf – und plant Ladelösungen, die sich lohnen.


Ihr Ansprechpartner
Christian Tollkamp
Tel.: 02323 592 – 345
christian.tollkamp@stadtwerke-herne.de

 

Alles zu unseren Ladelösungen für Geschäftskunden finden Sie hier.

 

Ladesäulentypen:

AC-Säule oder Wallbox (bis 22 kW)

  • Ladezeit je nach Fahrzeug und Batteriegröße: vier bis zwölf Stunden
  • Planbare Nachtstandzeiten
  • Geringe Investitions- und Netzanschlusskosten
  • Geeignet für Laden von Mitarbeiterfahrzeugen, ggf. auch von Außendienst und regionalen Verteilerverkehr

 

DC-Säule (50 bis 100 kW)

  • Ladezeit je nach Batteriegröße und Ladestation: in 20 bis 60 Minuten auf 80 Prozent geladen
  • Mehrere Einsätze pro Tag
  • Kurze Ladefenster im Tagesverlauf
  • Höhere Flexibilität im Betrieb
  • Geeignet für Transporter, die viel in der Region unterwegs sind, etwa für Lieferservices oder Supermärkte

 

Hochleistungs-DC-Säule (ab 100 kW) für Lkw

  • Ladezeit je nach Batteriegröße und Ladestation: in 20 bis 60 Minuten auf 80 Prozent geladen
  • Sehr dichte Einsatzpläne
  • Hohe Tagesfahrleistungen
  • Geeignet für Fernverkehr

 

Fazit:

  • Nicht die maximale Ladeleistung, sondern der tägliche Fahrzeugumlauf bestimmt, ob AC- oder DC-Laden sinnvoll ist.
  • Für Mitarbeiterfahrzeuge sowie für viele Außendienst- und Nutzfahrzeuge mit längeren Standzeiten reicht kostengünstiges AC-Laden meist völlig aus.
  • Schnelllader lohnen sich vor allem bei kurzen Standzeiten oder mehreren Einsätzen pro Tag.
  • Eine bedarfsgerechte Kombination aus AC- und DC-Säulen plus Fördergelder machen Ladeinfrastruktur wirtschaftlich und zukunftssicher.

 

Foto ganz oben: Mayy Contributor/Shutterstock.com

 

Stadtwerke Business-Newsletter für unsere Geschäftskunden

Stadtwerke Business hält Sie auf dem Laufenden

  • Regelmäßig per E-Mail
  • Aktuelle und wichtige News vom Energiemarkt
  • Neue Energielösungen, Innovationen oder digitale Services für Unternehmen
  • Zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Unternehmen

Jetzt Business-Newsletter abonnieren

Unsere Kundencenter:

 

KundenCenter Herne
Berliner Platz 9
44623 Herne
Terminvereinbarung Herne

 

KundenCenter Wanne-Eickel
Hauptstraße 263
44649 Herne
Terminvereinbarung Wanne-Eickel

 

Vertrag hier kündigen

Unsere Servicenummer:
02323 592-555


(Mo - Fr 7.30 Uhr – 20.00 Uhr; Sa 9.00 Uhr – 13.00 Uhr)

Zum Kontaktformular


Datenschutz

Einstellungen verwalten

Folgen Sie uns: