Photovoltaik für Unternehmen

Lass die Sonne rein!

Für die ersten Photovoltaikanlagen endete jüngst die staatliche Förderung. Doch Sonnenstrom vom eigenen Dach lohnt sich weiterhin – gerade für Unternehmen.

Wer vom „Urlaub in der Sonne“ träumt, meint selten Reiseziele in Deutschland. Dabei hat die Bundesrepublik mehr Sonnenstunden zu bieten, als man meinen könnte. Zuletzt schien die Sonne laut Statista immerhin rund 2.000 Stunden im Jahr – entsprechend groß ist das Potenzial für Photovoltaik. Das allerdings wird noch längst nicht voll ausgeschöpft: Auf unseren Dächern wäre Platz für fünfmal mehr Solarstromerzeugung.

In der Metropole Ruhr sind dem Regionalverband Ruhr zufolge über eine Million Dächer vorhanden, die für eine Photovoltaikanlage geeignet wären und somit grünen Strom erzeugen könnten. Würden all diese Flächen genutzt, ließen sich in der Region demnach 9,5 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 einsparen.

Als wichtige Säule der Energiewende hatte die Stromerzeugung mithilfe der Sonne viele Jahre lang jedoch nicht nur einen ökologischen Nutzen. Besitzer*innen von Photovoltaikanlagen durften sich darüber hinaus über einen weiteren Vorteil freuen: Wer eine eigene PV-Anlage betrieb, bekam in den ersten 20 Jahren für jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde eine Vergütung von 50 Cent.

Diese Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind für die ersten Anlagen nun allerdings ausgelaufen. Was bedeutet das für die Anlagenbesitzer*innen? Und wie wirtschaftlich ist die Anschaffung einer neuen Dachflächen-PV-Anlage heute überhaupt noch?

Leistungscheck für die PV-Anlage

„Grundsätzlich gilt: Mit dem Auslaufen der EEG-Förderung lohnt sich eine PV-Anlage vor allem dann, wenn Sie den erzeugten Solarstrom überwiegend selbst nutzen“, weiß Christian Tollkamp von den Stadtwerken Herne. Denn für eingespeisten Strom gibt es jetzt nur noch einen Teil des bisherigen Vergütungssatzes. Je höher der Eigenverbrauch, desto besser also.

Viele Industrie- und Gewerbebetriebe sind hier in einer guten Ausgangslage: Sie haben ohnehin einen hohen Stromverbrauch und können die produzierte Energie tagsüber direkt nutzen. „Gerade für Unternehmen kann es daher weiterhin eine wirtschaftliche Option sein, auf eigenen Solarstrom zu setzen“, sagt Tollkamp.

Ob die alte PV-Anlage lieber ausgetauscht werden sollte, überprüfen die Stadtwerke im Rahmen eines Leistungschecks – und kümmern sich, falls nötig, auch um technische Umrüstungen. Soll es eine neue Anlage werden, bieten die Stadtwerke entweder ein Kauf- oder ein Pachtmodell im Rundum-sorglos-Paket an. „Gemeinsam mit unseren Partnerbetrieben übernehmen wir sämtliche Aufgaben, vom Einbau über die Wartung bis zum Entstörungsdienst“, erklärt der Stadtwerke-Experte.

Wann lohnt sich ein Batteriespeicher?

Auf Wunsch ergänzt der Energieversorger die Anlage auch um einen Batteriespeicher. „Damit lässt sich der Anteil des genutzten Stroms von im Schnitt 30 auf 60 Prozent erhöhen“, sagt Christian Tollkamp. „Speichertechnologien sind allerdings bisher nicht gerade günstig. Ob und unter welchen Bedingungen sich diese Investition lohnt, schauen wir uns gemeinsam mit den Kund*innen genau an.“

Die gute Nachricht: In den kommenden Jahren dürften Batteriespeicher erschwinglicher werden – auch dank kreativer Ideen von findigen Köpfen. So gibt es beispielsweise Überlegungen, alten Autobatterien ein zweites Leben als Sonnenstromspeicher zu schenken. „Das wäre kostengünstig und nachhaltig“, betont Tollkamp.

Doch egal ob mit Speicher oder ohne: Dass Sonnenstrom für Unternehmen auch in Zukunft ein Thema bleibt, steht für den Stadtwerke-Experten außer Frage. „Immer mehr Betriebe zeigen Interesse und merken, wie sinnvoll eine eigene PV-Anlage ist – gerade, wenn große Hallen mit entsprechend großer Dachfläche vorhanden sind“, so Tollkamp. „Grüner Strom vom eigenen Dach ist eben eine schöne Möglichkeit, das Konto und zugleich das Klima zu entlasten.“ Nicht ohne Grund werde in manchen Städten und Kommunen bereits über eine PV-Pflicht für Neubauten diskutiert.


Sonnige Aussichten

Erzeugen Sie Ihren Strom doch einfach selbst – aus Sonnenenergie. Bei den Stadtwerken bekommen Sie die Anlage auch im komfortablen Contracting-Paket. Ganz ohne eigene Investition und zu monatlichen planbaren Kosten. Das SMART-TEC-Team der Stadtwerke berät Sie gerne. Kommen Sie auf die Sonnenseite!


Klimaanlage mit Fernbedienung (Foto: ButsayaContent/Shutterstock)

Aus Sonne mach Kälte

In Zeiten des Klimawandels werden heiße Tage auch in Deutschland immer häufiger. Klimaanlagen können Abhilfe schaffen, doch auch effiziente Geräte bedeuten einen erhöhten Energieverbrauch. „Die Kombination mit einer eigenen PV-Anlage ergibt hier gleich doppelt Sinn“, sagt Stadtwerke-Experte Christian Tollkamp. „Denn so betreiben Sie Ihre Klimaanlage mit nachhaltig produziertem Strom, erzeugen also grüne Kälte. Gleichzeitig steigt dabei der Anteil des selbst genutzten Solarstroms – und das ist wiederum gut für die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage.“ Interesse? Die Stadtwerke haben selbstverständlich auch Klimaanlagen im Angebot und beraten Sie gerne!


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